Mp-tec befürwortet beschleunigten Atomausstieg

Daniel Lade Energiewende, Presse, Unternehmen

Das Eberswalder Solarsystemhaus Mp-tec ist bestürzt über die Auswirkungen der atomaren Katastrophe in Japan. „Wir richten unser tiefstes Mitgefühl an alle Menschen, die betroffen sind und verfolgen die Entwicklung mit Entsetzen“, so Geschäftsführer Michael Preißel.

Der schwere Atomunfall macht deutlich, dass es unvermeidlich ist, das atomare Zeitalter schnellstmöglich hinter sich zu lassen. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland als Hochtechnologieland vergleichbare Sicherheitsstandards wie Japan hat, sollte der Energiemix grundlegend hinterfragt werden.

Mp-tec begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, die sieben ältesten Meiler umgehend abzuschalten. Dennoch sollte dies keine vorübergehende Maßnahme sein. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien konnte in den vergangenen Jahren soweit vorangetrieben werden, dass auch bei dauerhafter Abschaltung der sieben Reaktoren eine hinreichende Versorgungssicherheit gegeben ist. Bereits 2009 konnten die Erneuerbaren Energien laut Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 10,3 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken.

Die 2002 eingeleitete und im Atomgesetz fixierte Energiewende muss weiterverfolgt und vorangetrieben werden. Nun zahlen sich die in den vergangenen Monaten so häufig kritisierten Anschubförderungen für Erneuerbare Energien aus. Der bislang erfolgreiche Ausbau Erneuerbarer Energien darf nicht gestoppt werden, denn nur er versetzt Deutschland in die Lage, den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie tatsächlich zu realisieren.

Mp-tec kündigt an, an der geplanten Mahnwache für den Atomausstieg am 21.3. um 18 Uhr am Eberswalder Marktplatz teilzunehmen.

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