Studie widerlegt das Märchen vom Preistreiber Photovoltaik

Johanna Köhle Produkte, Unternehmen

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) stellte Mitte Januar gemeinsam mit der Prognos AG eine Studie vor, die dass häufig zitierte Märchen vom Preistreiber Photovoltaik widerlegt. Nach Einschätzung des Branchenverbandes wird der Anteil von Solarenergie am deutschen Strommix in den nächsten vier Jahren um 70 Prozent auf 6,8 Prozent steigen. Laut Prognos steigen die Strompreise im gleichen Zeitraum um nur 1,9 Prozent. Der Verband wies darauf hin, dass durch die bereits realisierten Förderkürzungen die Kosten für den Ausbau der Photovoltaik unter Kontrolle sind. „Die Energiewende kostet Geld, vor allem in der Anschubphase. Die mit dem weiteren Ausbau der Solarenergie verbundenen Investitionen steigen jedoch kaum noch und zahlen sich aus“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW.

Die Photovoltaik konnte bereits enorm ausgebaut werden und das bei gleichzeitig enorm gesunkenen Kosten. Gleichzeitig wurde innerhalb der letzten drei Jahre die Förderung halbiert. 2012 stehen Kürzungen von insgesamt 27 Prozent an. Aufgrund der hohen Zubauzahlen in 2011 wird es zum 1. Juli zusätzlich zur bereits erfolgten Kürzung am 1. Januar eine weitere Kürzung geben. Die Prognos AG untersuchte außerdem die Auswirkungen der vielerorts geforderten Deckelung der Solarförderung und fand heraus, dass gerade ein Prozent am Verbraucherstromtarif bis 2016 eingespart werden könnte. Dieser Einsparung ständen jedoch drastische Verluste bei Arbeitsplätzen, Investitionen, Branchenumsätzen, Technologievorsprung und Steuereinnahmen gegenüber.