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Wärmepumpe Kosten mit Einbau im Einfamilienhaus: Förderung, Betrieb

Der Gerätepreis ist selten die Hälfte der Rechnung. Was eine Wärmepumpe kostet, entscheidet sich an der Erschliessung und an der Hydraulik im Bestand.

WärmepumpeLesedauer 9 Min.

Innenaufstellung einer Wärmepumpe mit Pufferspeicher in einem dunklen Technikraum

Die Wärmepumpe Kosten lassen sich nur sinnvoll beantworten, wenn man drei Blöcke trennt: das Gerät, den Einbau samt Anpassung der bestehenden Anlage, und - bei Erd- oder Wasserquellen - die Erschliessung. Angebote, die alles in einer Summe nennen, sind untereinander nicht vergleichbar.

Die drei Kostenblöcke

Woraus sich die Investition zusammensetzt
BlockWas dazugehörtWas ihn treibt
GerätWärmepumpe, Regelung, Pufferspeicher, WarmwasserspeicherBauart, Leistung, Kältemittel, Speichergrössen
EinbauAufstellung, Hydraulik, Elektro, Inbetriebnahme, AbgleichZustand der Altanlage, Leitungswege, Zählerplatz
ErschliessungBohrung, Kollektorfläche oder Brunnennur bei Sole- und Wasser-Wärmepumpen; Genehmigung und Geologie

Eine Luft-Wasser-Anlage hat keinen dritten Block - das ist der Hauptgrund, warum sie die verbreitetste Bauart ist. Eine Erdsonde bringt die bessere Jahresarbeitszahl mit, verlangt aber eine Bohrung, deren Preis mit der Tiefe und der Geologie steigt und die genehmigt werden muss.

Wärmepumpe Kosten mit Einbau: was Angebote auseinandertreibt

Bei gleicher Geräteleistung liegen Angebote regelmässig weit auseinander, und fast immer an denselben vier Stellen.

  • Heizkörper und Hydraulik. Muss die Vorlauftemperatur gesenkt werden, kommen grössere Heizkörper in den kritischen Räumen dazu. Das ist im Bestand der grösste Einzelposten nach dem Gerät - und die Massnahme mit der besten Wirkung auf die Betriebskosten.
  • Speicher. Pufferspeicher und Warmwasserspeicher werden in Paketpreisen gern klein gerechnet. Ein zu kleiner Puffer führt zu Takten, ein zu kleiner Warmwasserspeicher zu häufigem Nachheizen bei ungünstiger Arbeitszahl.
  • Elektroanschluss. Eigener Stromkreis, gegebenenfalls Erweiterung des Zählerschranks, bei einem separaten Wärmepumpentarif ein zweiter Zählerplatz.
  • Aufstellung des Aussengeräts. Fundament oder Konsole, Schwingungsdämpfer, Kondensatableitung, bei Schallauflagen zusätzlich eine Einhausung.

Ein Angebot ist erst dann vergleichbar, wenn die geplante Vorlauftemperatur darin steht. Sie ist die einzige Zahl, die Anschaffung und Betrieb miteinander verbindet: Wer sie durch grössere Heizkörper um zehn Grad senkt, zahlt einmal mehr und danach jedes Jahr rund ein Viertel weniger Strom.

Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb immer die Wärmepumpe Kosten mit Einbau nebeneinanderlegen und nicht die Gerätepreise - die Spanne entsteht fast vollständig in der Montage.

Kosten Wärmepumpe Einfamilienhaus: die Gesamtrechnung

Für eine belastbare Einordnung zählt nicht die Investition allein, sondern die Summe aus Investition, Förderung und zwanzig Jahren Betrieb. Der Betriebsanteil ergibt sich aus dem Jahresstrombedarf, und der wiederum aus Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl.

Ein Beispiel mit 15 000 Kilowattstunden Wärmebedarf: Bei einer Arbeitszahl von 3,0 sind das 5000 Kilowattstunden Strom im Jahr, bei 4,0 nur 3750. Die Differenz von 1250 Kilowattstunden entspricht bei 30 Cent rund 375 Euro jährlich - über zwanzig Jahre also 7500 Euro. Diese Zahl ist bei den meisten Angeboten grösser als der Preisunterschied zwischen den verglichenen Geräten.

Genau deshalb ist die Frage nach den Kosten Wärmepumpe Einfamilienhaus ohne die Jahresarbeitszahl unvollständig. Die günstigere Anschaffung ist regelmässig die teurere Anlage.

Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie denselben Umfang beschreiben. Hilfreich ist eine feste Liste, die bei jedem Angebot abgehakt wird: Heizlastberechnung, Aussen- und Inneneinheit, Hydraulik samt Pufferspeicher, Elektroanschluss mit eigenem Zähler, Fundament, Demontage und Entsorgung der Altanlage, Inbetriebnahme und Einregulierung. Fehlt ein Punkt, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig.

Was die Förderung an der Rechnung ändert

Ein Zuschuss senkt die Investition, nicht den Verbrauch. Er verkürzt damit die Zeit, bis die jährliche Ersparnis gegenüber der Altanlage die Mehrkosten eingeholt hat - die jährliche Ersparnis selbst bleibt gleich.

Für die Reihenfolge heisst das: erst die Vorlauftemperatur planen, dann das Gerät auswählen, dann den Antrag stellen, dann beauftragen. Wer wegen eines Zuschusses schneller unterschreibt als geplant, riskiert beides - eine schlechtere Auslegung und, bei einem Auftrag vor dem Antrag, den Anspruch selbst.

Über zwanzig Jahre gerechnet entscheiden die laufenden Posten mehr über die Bilanz als der Anschaffungspreis.

Ein Teil der Preisspanne entsteht schon vor dem Angebot, nämlich bei der Heizlastberechnung. Wird sie nach Norm erstellt, ergibt sich für ein saniertes Einfamilienhaus oft eine kleinere Wärmepumpe als über die Faustformel aus dem alten Kesselwert. Jede Leistungsstufe nach oben kostet Geld, verschlechtert bei Teillast die Arbeitszahl und vergrössert die Aussenanlage. Die Berechnung ist damit der billigste Posten im Projekt und derjenige mit dem grössten Hebel.

Laufende Kosten neben dem Strom

Neben dem Verbrauch fallen jährlich eine Wartung und, je nach Kältemittelmenge, eine Dichtheitsprüfung an. Beides ist überschaubar, gehört aber in die Rechnung - unter anderem, weil Herstellergarantien auf den Verdichter häufig an eine nachgewiesene jährliche Wartung geknüpft sind.

Hinzu kommt der Ersatz von Verschleissteilen über die Laufzeit. Eine Wärmepumpe hält bei ordentlicher Auslegung 15 bis 20 Jahre; der Verdichter ist das Bauteil, dessen Lebensdauer am stärksten davon abhängt, wie oft die Anlage taktet - also erneut von der Auslegung.

  • Gerätrund ein Drittel
  • Montage und Hydraulikrund ein Drittel
  • Erschliessungje nach Quelle
  • NebenkostenZähler, Fundament

Die Spanne zwischen zwei Angeboten entsteht fast vollständig ausserhalb des Gerätepreises.

Die Anteile am Gesamtpreis einer Wärmepumpen-Installation.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Das hängt an drei Blöcken: Gerät, Einbau samt Anpassung der Altanlage, und bei Erd- oder Wasserquellen die Erschliessung. Eine Luft-Wasser-Anlage hat den dritten Block nicht, eine Erdsonde dafür die bessere Arbeitszahl.

Warum liegen Angebote so weit auseinander?

Fast immer an vier Posten: Heizkörper und Hydraulik, Grösse der Speicher, Elektroanschluss und Aufstellung des Aussengeräts. Die geplante Vorlauftemperatur macht sie vergleichbar.

Rechnet sich das günstigere Gerät?

Selten. Ein Punkt Unterschied in der Jahresarbeitszahl entspricht bei 15 000 Kilowattstunden Wärmebedarf rund 375 Euro im Jahr - über zwanzig Jahre mehr, als die meisten Geräte im Preis auseinanderliegen.

Welche Rolle spielen die Heizkörper für den Preis?

Sie entscheiden über die nötige Vorlauftemperatur. Bleiben die alten Radiatoren, muss die Wärmepumpe heisser fahren und arbeitet schlechter. Einzelne grössere Heizkörper zu tauschen ist meist die günstigere Investition, als das Gerät eine Leistungsklasse grösser zu wählen.

Muss der Stromanschluss angepasst werden?

Häufig ja. Eine Wärmepumpe wird beim Netzbetreiber angemeldet und braucht in der Regel einen eigenen Zählerplatz, teils auch eine Anpassung der Hausanschlussleistung. In älteren Verteilungen ist das ein realer Posten, der in Angeboten gern fehlt.